die inszenierung

von tausendschön

ich inszeniere ein leben.
dazu braucht es nicht viel – eine tüte mit brötchen, spülmittel, haarbürste. ich benutze sie regelmäßig und lasse sie offensichtlich, fast höhnisch herumliegen. dazu ab und an ein gewagter blick in den himmel (wer spielt ist mutig), um dem telefon den durst stillen zu können. die teesammlung steht verschlossen im schrank, die bücher liegen unter der bettdecke.auch die brötchen. ich glaube nur ihnen, brötchen lügen mir nichts vor. ich warte, bis der vorhang wieder fällt

er fällt auf uns, um mich zu wärmen. du hast mich wirklich lange warten lassen in der brötchen-hölle. jetzt schmier mir eins mit butter (bitte, bitte) und paß auf, der tee ist noch heiß

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