Amor und Psyche

von Kindermund

Einmal augenblickend im Sternenhagel stehen. Mia, ich kenne dich. Ich kenne dich…
Im Sternenhagel, er ist da, in deiner Rinde, er pocht an die Innenseiten, verursacht ein pulsieren und sie sehen es. Die Jäger, oder – die Prinzen, die falschen, die falschen, sie sehen es, wie es in dir irrlichtert. Mia.
Augenblickend im Sternenhagel, du bist dort, eine jede Nacht.
Mia, wenn sie es dir nehmen; Mia, dann bist du nichts, als eine trockene Hülle. Ohne das Pulsieren.
Sternhagel, und… einmal: was würdest du geben, nur einmal von außen.
Wenn er dich erfasst, wenn es aus dir heraus irrlichtert und um dich herum und von außen, innen, alles eins, innwendige Außenwelt und.
Einmal augenblickend im Sternhagen stehen, Mia, nur einmal, das würde schon reichen.

Mara, nur einmal, einmal wissen und verstehen, Mara. Einmal dich lösen, aus allem und hinfort: schweben.
Im Raum: im leeren Raum und allein. Mutterseelenallein und. Frei, von Dogmen von… brodelnden Hormonen und dem Brodem des Atems Tausender, die Pulsieren, die spiegeln, augenblicken, du hasst es, du willst! Frei. Nicht wollen, Mara, nicht wollen. Sein. Nicht innen oder außen: sein und pur.
Frei, Mara, ich kenne dich, nur einmal frei und. Unabhängig: von allem, auch von dir.
Und auch. Von dem Sternenhagel.
Er nimmt, er zehrt.
Du siehst es an mir, Mara, Mara, kleines.

Mia, ich kenne dich: Mia, es ist der Sternhagel, er nimmt es dir, dein Sein, er löst dich auf. Auf, in dem Brodem. Mia, kleines.

Mara, es löst mich nicht auf, Mara, dich löst es auf: die Freiheit. Wir Menschen sind nicht dafür geschaffen.

Mia, ich kann nicht, kann nicht mit dem Hagel, ich –

Und ich kann nicht mit dem Freisein. Mara!

Kleines, ich will dich beschützen. Das Freisein, es ist mein Freund, nur die Sterne, sie sind so fürchterlich hell. Ich kenne sie nicht: ich habe Angst.

Mara, lass uns niederlegen. Ich will dich auch beschützen.
Ich liebe dich.

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