Put your Jacket on…a cat named Churchill

von Wechsel-Haft

Das Jackett verlieh dem ganzen Tag einen lässigen Stil. Vielleicht war das der Grund, warum sie sich so träge fühlte. Selbst die Tauben liefen träge vor ihre müden Füße, und dann sagten sie: „Mann! Die ist ja noch dümmer als die Dortmunder Tauben, also wir.“ Und gurrten böse.
Ihr Husten, ausgelöst durch entflohene Dunen aus dem Kleid der Kritiker, klang eher als würde sie zu viel Rauchen: Sie war Nichtraucher. „Das kann jeder sagen.“, gurrten die Tauben und rannten langsam davon, weil sie das lässige Jackett nicht ausstehen konnten. Es machte sie so träge.
Die Strassen waren kaum befahren. Die Sonne brannte schon um sieben Uhr morgens und versprach einen langen Tag.

-Siesta-

Der es am anderen Ende auch war. Vielleicht hatte er es nicht anderes verdient. Aber trotz allem war es unfair, weil der Leidtragende an dieser Geschichte der Bodyguard namens Churchill war, der vergebens oder doch viel zu lange auf seine Entlohnung warten durfte.
Im Umgangsdeutsch sich gedulden durfte, weil seine Arbeitgeberin einen tollen Typen kennen lernte, der Taubenjäger war, auf dem langen, trägen Rückweg nach der langen, trägen Arbeit . Und seit Stunden versuchte ihn anzusprechen.
Armer Churchill!
Hockt er jetzt müßig in der Wohnung und dachte darüber nach, was er zu tun hätte? Nach der Sinnlosigkeit seiner Existenz?
Aber da zuckt er nur die Schultern. Jeder ist sinnlos existent. Das sieht man an den Dortmunder Tauben.

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