Wer bist du, dass du mich traurig machen darfst?!

von Wechsel-Haft

Es geht eine Nacht auf und ein Tag flieht verscheucht. Dann gehen vier Sonnen vorüber und beißen in die Welt. Es folgt eine weitere Nacht. Die Tage fallen aus. Drei weiße Boote zerschneiden die Zeit und hinterlassen ungewollte Spuren. Was glaubst du, wer du bist, dass du dir alles nehmen kannst, was du zuvor ausgeschrieben und mir ins Auge gepflanzt hast?! Seit Nächten klirren die Gläser in meiner Umgebung, so sehr schreit meine Stille, so sehr surren, singen, reißen meine Sinne. Ein Hohn ist der Regen, der seit Tagen gegen meine Fenster hämmert, wie um mich zu erniedrigen, mich niederzupressen in meinen zerflossenen Illusionen.
Die Bestätigung meiner Wahrnehmung.
Deine Worte waren es, deine letzten Worte, die du dir hättest sparen sollen. Es war eingeschlafen, das unruhige Gefühl Sehnsucht, nun schreckt es wieder meine Adern hinauf und malt Bilder auf meine Lippen.
Mein Atem bebt empört, mein Zorn jagt mich fort. Greife ich mir mein Schwert und schlag deine Worte durch—
Wir haben nichts zusammen geschrieben, nur voneinander. Wir haben auch keinen Kaffée gemeinsam getrunken und uns auch nicht dazu getroffen, was wäre geschehen, wenn…? Welcher Dämon macht Dich so feige?
Schweig es mir!
Ich will nicht nur deine Albträume.
Ich will mehr.
Dich, maskenlos.

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