Eine Teamkolumne des Montagsteams
Zu Gast: Frau Maya_Gähler

wupperzeit:
Heute haben wir einen Gast, Frau Gähler war so nett, unserer Einladung zu folgen und einen Beitrag zu dieser Kolumne zu schreiben, ganz herzlichen Dank dafür, wir freuen uns sehr. Und die Damen und Herren des Teams: Bitte anständig benehmen, heute, also den Wodka nicht aus der Flasche trinken, die Joints nicht auf dem Teppich austreten, Füße vom Tisch, - sicher habt Ihr irgendwo schon einmal gehört oder gelesen, wie man sich anständig benimmt: Einen Versuch starten heute, bitte.
Gute Vorsätze…Fürs Neue Jahr…Nun, ich habe, wie jedes Jahr übrigens, überhaupt keine, ich bin mit dem zufrieden was ich bin und habe, das mag man arrogant oder ignorant nennen, je nach Temperament, für mich bleibt sich das gleich: Es ist mein Leben. Sollte aber jemand Vorschläge machen wollen, was ich mir vornehmen könnte für das Jahr 2008: Immer gerne, wir lachen dann herzlich gemeinsam darüber, und ich: lebe weiter wie bisher.
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von A.J.
Das war’s, sagt die Lethargie. Sie hat mich gepackt, krallt sich mit zittrigen Fingern in meine Handgelenke, dass ihr die Knöchel weiß werden, und hält mich fest. Ich liege halb auf das Bett hingesunken, halb mit den Füßen noch die Dielen berührend, ein schmerzhaftes Kribbeln zieht sich durch die großen Zehen, auf die ich das letzte Gewicht abgewälzt habe. Aufstehen musst du, aufstehen, denke ich, und greife nur fester und verkrampfter in die Decke, drücke ein fahlgraues Gesicht in die Kissen, bis ich kaum noch atmen kann.
Chopin dringt durch die Wände, der Nachbar spielt, er schiebt mir den Chopin durch die Mauerritzen und unter der Tür hindurch wie eine dahingewischte Nachricht auf einem Zettelchen mit fransigem Rand, wie: ein Extrakt, koch dir eine Suppe daraus, wenn du willst. Prélude Opus 28 N° 4, zusammengefalten und von mir wieder aufgeklappt, wie eine Notiz, nur: dass ich nicht lesen kann, nur hören, und so kommt der Chopin nicht an, wie er sollte.
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Diese Woche gab es eine ganz wunderbare Veröffentlichung über Regeln für Anfänger bei KV-Kommentaren, von Herrn Farnaby, ganz ausgezeichnet. Wie gesagt. Vielleicht interessiert es einige, nicht nur: neue Autoren bei KV, dass es auch Regeln für die Leitung oder Teilnahme an Projekten gibt, ich schicke voraus: Es sind meine eigenen, sie haben sich aber bewährt, sie beziehen sich größtenteils nicht auf so genannte Schreibprojekte:
1.) Plane das Projekt im voraus von Anfang bis zum Ende:
Grundsätzlich sollte man ein Projekt ganz alleine durchführen können, zur Not. Es empfiehlt sich, das Team am Anfang möglichst groß, zahlenmäßig, zu bilden, vielleicht ist dann am Ende noch ein Drittel dabei. Falls nicht: Siehe oben. Selbst planen heißt: Exakte Zeitplanung, inhaltliche Planung, Festlegung des Ergebnisses. So lange man noch mit einem Team zusammenarbeitet, sollte man das für sich behalten, dass das Projekt eigentlich schon fertig ist. Anregungen aber immer aufgreifen, mit viel Glück erhält man welche und das Team schaut nicht ehrfürchtig auf den Teamleiter, wie das Kaninchen auf die Schlange, wobei die Schlange und das Kaninchen ja ziemlich genau wissen, was als nächstes passiert. So gesehen ein schlechter Vergleich.
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