Dal-Lae Jin, Connie Lehmann und Peter Woelck in Velbert: AugenBlicke!
Zum erstem Mal widmet der Kunstverein BrachLand aus Velbert seine große Jahresausstellung der Fotografie. Die Ausstellung im Forum Niederberg in Velbert zeigt vom 7. Dezember 2008 bis 30. Januar 2009 Arbeiten von Dal-Lae Jin, Connie Lehmann (beide aus Düsseldorf) und Peter Woelck (Foto) aus Berlin. Zur Eröffnung der Ausstellung, am Sonntag, dem 7. Dezember um 11.00 Uhr, werden die Künstler anwesend sein. Es spricht Dr. Karl Erb vom Kunstverein BrachLand. Unterstützt wird die Ausstellung vom Kultur- und Veranstaltungsbetrieb Velbert.
Forum Niederberg, Oststraße 20, 42551 Velbert. Der Eintritt ist frei.
Da-Lae Jin, geboren in Dae-Gu (Korea), lebt seit 1997 in Deutschland. Nach dem Studium der chinesischen Literatur an der National-Universität in ihrer Heimatstadt wandte sie sich der bildenden Kunst zu. Sie nahm an einem Bildhauerlehrgang in Pietrasanta (Toskana) teil und wechselte anschließend als freie Studentin an die Kunstakademie in Lüttich. Dort entdeckte sie die Fotografie. Ihre Themen sind verborgene Welten, die sich an der fotografisch abgelichteten Oberfläche der Objekte spiegeln oder vage andeuten. Für ihre spirituelle Sicht der Dinge wählte Da-Lae Jin nach anfänglichen Versuchen in schwarz-weiß die Farbfotografie, um alle Optionen des Lichts zu nutzen. Mit experimentellen Belichtungstechniken überschreitet sie die Grenzen von Fotografie, Grafik und Malere. Da-Lae Jin lebt in Düsseldorf.
Cornelia Lehmann, geboren in Rees, ist von Beruf Fotografin. Sie lebt in Düsseldorf, wo sie freiberuflich als Fotojournalistin und Werbefotografin tätig war. Sie schoss Fotos im In- und Ausland für unterschiedliche überregionale Zeitungen und Zeitschriften, wie z. B. den Focus und die Welt am Sonntag. Schwerpunkt ihrer Berufstätigkeit und damit der von ihr gewählten fotografischen Disziplin waren Dokumentation und journalistische Reportage. Das bezeugen auch ihre kunstfotografischen Arbeiten, die in gewisser weise eine Verfremdung journalistisch-dokumentarischer Fotografie darstellen. Sie zeigen Schatten von Menschen im flüchtigen Augenblick. Teils irritierende, teils schockierende Fragmente, Alltagsspuren und Spuren von Gewalt werden gezeigt. Die Frage nach der Identität der Person aber liegt jenseits des Bildes, das bei aller Präzision und motivischer Originalität die Antwort verweigert.
Peter Woelck, in Berlin (DDR) geboren, studierte von 1972 bis 1977 Fotografie in Leipzig. Nach Abschluss des Studiums war er als freischaffender Fotograf für Zeitschriften, Verlage und verschiedene Großbetriebe in der DDR tätig; nach der Wende beim BURDA-Verlag, danach als TV- Kameramann und zuletzt als Bildjournalist mit dem Schwerpunkt sozialkritischer Reportagefotografie. Es gibt kaum ein fotografisches Gebiet zwischen Landschafts- und Gebäudefotografie, Porträt und Reportage, auf dem er nicht wahrhaft meisterliche Arbeiten vorweisen kann. Ganz außerordentlich ist aber seine Sicht auf Menschen im kurzen Augenblick außergewöhnlicher Alltagsszenen oder auf vielleicht sogar alles sagender Posen. Peter Woelck lebt heute in Berlin Mitte. Er hatte zahlreiche Ausstellungen in angesehenen Galerien im In- und Ausland.
