Eine Schlucht

Als ich die ersten Mails einer lieben Freundin aus Österreich erhielt, endete sie immer mit: „Grüße ins Tal“, ich habe mir nichts dabei gedacht, einfältig, wie ich oft bin, bis sich aber herausstellte, dass sie Wuppertal für ein Tal hielt, und nicht für eine Großstadt, von der es, an der Einwohnerzahl gemessen, in Österreich nur drei oder vier gibt. Wuppertal eine Art Schlucht, so sind sie, die Österreicher, sie sagen: „Warten wir, wie es sich ausgeht“, und, wenn sie jemanden besonders sympathisch finden: „Er soll in Oarsch gehen“, oder: ein Mail, nicht eine, oder „schiach“ statt: eklig, und man trägt dort Badeschlapfen im Sommer, ein schlechter Torwart ist: ein Eiergoalie…Ich liebe diese Sprache sehr.

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Kolumne bei KeinVerlag

Nur nebenbei: ich bin kein großer Handwerker vor dem Herrn, zwei linke Hände, wie man so schön sagt, und wenn bei mir etwas kaputt geht, so habe ich jemanden in meinem Bekanntenkreis, den ich anrufe, ich schildere das Problem, er denkt kurz darüber nach, ob ich das selbst hinbekomme mit Hilfe seiner Erklärung, meistens entscheidet er sich dafür, das selbst zu machen, weil: wenn ich noch größeren Schaden anrichte, hat er nachher umso mehr Arbeit…Während er repariert erklärt er seine Arbeit, es langweilt mich, aber ich bin ein höflicher Mensch.

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Erster Versuch

Erste Jugendkolumne des Montagsteams

Wupperzeit:

Als vor einiger Zeit die Idee geäußert wurde, eine Jugendkolumne regelmäßig zu veröffentlichen, hatte ich zwei Probleme: Ich wusste nicht, was eine Kolumne ist, ich wusste nicht, was Jugendthemen sind, und überhaupt. In einem solchen Fall der Ratlosigkeit empfiehlt es sich, sich Hilfe zu suchen, also hatte ich die Idee, die Kolumne von so genannten Jugendlichen selbst schreiben zu lassen. Mittlerweile sind im Rahmen dieses Projektes 15 Kolumnen von sechs Autorinnen und Autoren erschienen, von Anfang an war die Kolumne als offene Teamkolumne geplant, ständig offen für Gastschreiberinnen und Gastschreiber, dieses Team hat sich mittlerweile gebildet. Es ist die erste Teamkolumne, die heute erscheint, wir schreiben sie also gemeinsam, lesen Sie hier, was ich immer noch nicht weiß, vielleicht, oder vielleicht doch, was nämlich eine Kolumne ist, was Jugendthemen sind, - lesen Sie bitte selbst:

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Christiania

Kolumne bei KeinVerlag

Kürzlich hat eine junge, sehr kluge Kollegin im Jugendforum über das große Haupttreffen von KV.de geschrieben: „…ja, und dann kommt noch die mitgliederversammlung, alle wissen vorher, was beschlossen wird und wie sie ablaufen wird, und es ist sehr langweilig, aber es geht vorbei,…“, ebenso wie diese furchtbare Kleinschreibung, die sich manche aus Rücksichtslosigkeit gegen jeden Leser angewöhnt haben, so hoffe ich, - übrigens.

Und, übrigens, hat sie Recht? Nun ja, es wird eine Tagesordnung geben, so ist kein sehr überraschender Verlauf zu erwarten, natürlich gibt es Themen zur freien Diskussion, aber auch da wird es keine unerhörten Neuigkeiten zu hören oder zu sehen geben, eine allgemeine Revolution ohnehin nicht, es wird abgenickt werden, was der Vorstand vorschlagen wird, wie überall eben: in Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, anderen Vereinen. Man nickt.

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